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Tradition als Pulsgeber: Bildungsreise Lehmbau Japan

Dieser Kurs gewährt Ihnen einen exklusiven Einblick in die Welt des japanischen Handwerks. Erleben Sie vor Ort Präzision, Ästhetik und Meisterschaft des traditionsreichen Putzens mit Lehm und vertiefen Sie Ihr Können auf einer inspirierenden Bildungsreise, die Kultur und praktisches Lernen verbindet. Für Menschen mit Vorkenntnissen im Arbeiten mit Lehm.

 

 

Japan fasziniert. Wir kennen das Land als Heimat jahrhundertealter Traditionen und zugleich als Inbegriff von Innovation, Präzision und handwerklicher Perfektion. Doch hinter den Bildern, die wir von Japan haben, verbirgt sich eine Kultur, deren Werte, Ästhetik und Arbeitsweisen sich erst durch die unmittelbare Begegnung erschließen.

Diese Bildungsreise lädt dazu ein, Japan über sein Handwerk kennenzulernen. Sie eröffnet einen Zugang zu einer Bau- und Materialkultur, die sich nicht allein durch Beobachtung oder Theorie verstehen lässt. Wer nachvollziehen möchte, warum japanische Lehmbauer mit außergewöhnlicher Sorgfalt arbeiten, weshalb Materialien so intensiv geprüft und verfeinert werden und warum selbst unsichtbare Arbeitsschritte mit höchster Aufmerksamkeit ausgeführt werden, muss das Land, seine Menschen und seine handwerklichen Traditionen vor Ort erleben.

Auf diesem Weg begleitet uns Kyle Holzhueter, Lehmbau-Meister und langjähriger Bewohner der Präfektur Okayama. Seine Arbeit ist geprägt von einer tiefen Auseinandersetzung mit den Materialien, der regionalen Baukultur und der japanischen Handwerkstradition. Qualität, Präzision und die innere Stimmigkeit eines Werkes stehen für ihn an erster Stelle. Jeder Arbeitsschritt besitzt denselben Stellenwert, jede Oberfläche wird mit derselben Sorgfalt behandelt – unabhängig davon, ob sie sichtbar bleibt oder nicht. Diese Haltung prägt seine Arbeit ebenso wie seinen Unterricht.

Im praktischen Teil des Kurses widmen wir uns dem traditionellen Wandaufbau japanischer Häuser. Auf dem Gelände in Kamimoi in der Präfektur Okayama lernen wir die einzelnen Schichten eines klassischen Wandaufbaus kennen und führen diese selbst aus. Ausgehend von einem Bambusgeflecht werden verschiedene Lagen von Lehmputz aufgebaut. Dabei bereiten wir die Materialien eigenständig auf, testen ihre Eigenschaften und entwickeln ein Verständnis für ihre Verarbeitung.

Dem traditionellen japanischen Aufbau folgend arbeiten wir von fetteren, beim Trocknen bewusst rissbildenden Lehmmischungen hin zu fein abgestimmten, rissfreien Zwischen- und Deckschichten. Dabei erforschen wir unterschiedliche Oberflächenqualitäten, Materialzusammensetzungen und handwerkliche Techniken. Besonderes Augenmerk gilt der Ausbildung von Anschlüssen und Fugen an geraden sowie geschwungenen Holzelementen – einem charakteristischen Merkmal japanischer Handwerkskunst.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit den traditionellen japanischen Putzkellen. Ihre besondere Form und Handhabung ermöglichen jene Präzision und Feinheit, für die japanische Lehmoberflächen weltweit geschätzt werden. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit dem Einfluss von Klima und Witterung auf die Ausführung der Endschichten sowie mit den daraus resultierenden Anforderungen an Material und Verarbeitung.

Die praktischen Einheiten werden durch Abendvorträge ergänzt, die Einblicke in die japanische Kultur, Architektur und Handwerkstradition vermitteln. Wir lernen ausgewählte Projekte von Kyle Holzhueter kennen und erhalten die Gelegenheit, einem traditionellen Kellen-Schmied zu begegnen, der seine Werkzeuge noch heute nach überlieferten Methoden fertigt.

Neben dem Kurs bleibt Raum, Japan auch jenseits der Baustelle zu erfahren – bei gemeinsamen Besuchen eines Izakaya, der typischen japanischen Form geselliger Gastronomie, oder bei einem entspannenden Bad in einem Onsen, einer traditionellen heißen Quelle.

Nach fünf intensiven Kurstagen in Okayama führt die Reise mit dem berühmten Shinkansen weiter nach Tokyo und eröffnet einen weiteren Blick auf die Vielfalt japanischer Kultur und Baukunst.

Dieser Kurs ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit Kyle Holzhueter und bietet eine seltene Gelegenheit, japanischen Lehmbau dort kennenzulernen, wo er seine Wurzeln hat. Keine standardisierte Weiterbildung, sondern eine sorgfältig entwickelte Bildungsreise für Menschen, die ihr handwerkliches Verständnis vertiefen und eine der anspruchsvollsten Lehmbautechniken der Welt aus erster Hand erleben möchten.

Ich würde für einen hochwertigen Katalogtext zudem einige Formulierungen wie „ins Dunkel bringen“, „einer der ganz Großen dieses Metiers“ oder „berühmt für seine auf die Zentelsekunde genaue Ankunft“ weglassen. Der Text wirkt meist exklusiver, wenn er sachlich, präzise und selbstbewusst bleibt und die Qualität für sich sprechen lässt.

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